Die notwendige Ausrüstung
Nimm einen Napf, Trinkwasser, geeignete Leckerlis sowie Halsband, Geschirr und Leine mit. Dein Hund muss doppelt gesichert werden können.
Wissen, Sicherheit und Vorbereitung
Ein Tierschutzhund bringt seine eigene Geschichte mit. Hier findest du wichtige Informationen zu Eingewöhnung, Gesundheit und rechtlichen Grundlagen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Untersuchung oder individuelle Beratung. Bei gesundheitlichen Auffälligkeiten wende dich bitte direkt an eine Tierarztpraxis.
Nach der Adoption
Damit der Einzug deines neuen Familienmitglieds ein freudiges Ereignis bleibt, findest du hier wichtige Tipps für die Abholung und die ersten Wochen.
Leider ist es nicht mehr möglich, deinen Hund bis an die Haustür zu bringen. Stattdessen wird ein Treffpunkt zur Abholung vereinbart.
Bitte bringe nur wenige Begleitpersonen mit. Auch die übrigen tierischen Familienmitglieder sollten den Neuankömmling nicht am Treffpunkt kennenlernen.
Viele Hunde hatten in ihrem bisherigen Leben keine feste Bezugsperson. Vertrauen muss deshalb immer langsam aufgebaut werden.
Beachte auch, dass der Hund alles verloren hat, was er bisher kannte: Er ist entwurzelt und muss neue Wurzeln schlagen.
Nimm einen Napf, Trinkwasser, geeignete Leckerlis sowie Halsband, Geschirr und Leine mit. Dein Hund muss doppelt gesichert werden können.
Ein Hund darf nicht ungesichert im Kofferraum mitfahren. Am geeignetsten ist eine feste Transportbox. Auf der Rückbank braucht er eine geeignete Sicherung und möglichst eine Begleitperson.
Öffne die Transportbox erst innerhalb des Hauses beziehungsweise der Wohnung.
Setze dich ruhig dazu und vermeide zunächst Rufen, Locken oder bedrängendes Streicheln. Dein Hund sollte selbstständig Kontakt aufnehmen dürfen.
Auch in den ersten Wochen sollte dein Hund draußen doppelt gesichert sein. Lass ihn im Garten nur unter Aufsicht laufen.
Viele Hunde kennen keine langen Spaziergänge. Richte Tempo und Länge nach deinem Hund und gib ihm ausreichend Zeit zum Schnüffeln. Gleiche Wege geben Sicherheit.
Angst vor Menschen, lauten Geräuschen oder alltäglichen Gegenständen sind keine Seltenheit. Begegne solchen Situationen mit Geduld.
Transport, Aufregung und Futterumstellung können Durchfall verursachen. Biete zunächst kleinere Portionen eines gut verträglichen Futters an.
Auch ein zuvor stubenreiner Hund kann sich durch Aufregung wieder lösen. Strafen sind kontraproduktiv, erhöhen den Stress und verschärfen das Problem.
Lade in den ersten Tagen möglichst keine Verwandten oder Freunde ein. Dein Hund sollte sich zunächst an dich und die neue Umgebung gewöhnen.
Schließe möglichst vor der Übergabe eine Hundehaftpflichtversicherung ab.
Angesichts gestiegener Tierarztkosten solltest du dich über die Möglichkeiten einer entsprechenden Versicherung informieren.
Informiere dich über die in deinem Bundesland und deiner Gemeinde geltenden Bestimmungen zur Hundehaltung.
Registriere deinen Hund kostenlos bei TASSO oder einem anderen deutschen Haustierregister.
Bitte richte dich nach diesen Empfehlungen. Sie dienen der Sicherheit und Gesundheit deines neuen Familienmitglieds und helfen dabei, Vertrauen aufzubauen.
Dein Pfotentraum-Team
Gesundheit
Öffne die einzelnen Bereiche, um weitere Informationen zu erhalten.
In Deutschland besteht grundsätzlich keine allgemeine Impfpflicht für Hunde. Anders sieht es aus, wenn ein Hund eine Landesgrenze überschreitet. Für Reisen innerhalb der Europäischen Union ist insbesondere eine gültige Tollwutimpfung vorgeschrieben.
Der gesetzliche Tollwutschutz gilt in der Regel 21 Tage nach der Impfung. Die Erstimpfung darf frühestens ab einem Alter von zwölf Wochen erfolgen. Maßgeblich sind immer die Angaben im EU-Heimtierausweis sowie die vom Impfstoffhersteller angegebene Gültigkeitsdauer.
| Alter | Mögliche Impfungen |
|---|---|
| 8 Wochen | HCC, Leptospirose, Parvovirose und Staupe |
| 12 Wochen | HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Tollwut |
| 16 Wochen | HCC, Parvovirose, Staupe und gegebenenfalls Tollwut |
| 15 Monate | HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Tollwut |
Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) sowie die Angaben des jeweiligen Impfstoffs können sich ändern. Bitte besprich den individuellen Impfplan mit deiner Tierarztpraxis.
Leptospirose wird durch Bakterien, sogenannte Leptospiren, ausgelöst. Die Erreger können in Gewässern, Pfützen oder feuchter Erde vorkommen.
Mögliche Anzeichen sind Fieber, Erbrechen, Durchfall, Schwäche, Gelbsucht, eine verminderte Harnausscheidung, Atembeschwerden oder Bewegungsstörungen.
Leptospirose kann auch auf Menschen übertragen werden. Bei Verdacht sollte deshalb umgehend eine tierärztliche Praxis kontaktiert werden.
Die ansteckende Leberentzündung, auch Hepatitis contagiosa canis genannt, wird durch Viren verursacht. Besonders bei jungen Hunden kann die Erkrankung schwer verlaufen.
Mögliche Anzeichen sind Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Schleimhautblutungen oder eine Gelbfärbung.
Als mögliche Spätfolge kann sich die Hornhaut des Auges trüben. Bei Verdacht auf eine Infektion ist eine sofortige tierärztliche Untersuchung notwendig.
Staupe ist eine Viruserkrankung, die unterschiedliche Organsysteme betreffen kann. Erste Anzeichen sind häufig hohes Fieber, Mattigkeit und Appetitlosigkeit.
Im weiteren Verlauf können verschiedene Formen auftreten:
Überlebende Hunde können dauerhafte Schäden wie Zahnschmelzdefekte, Verhaltensveränderungen oder Epilepsie zurückbehalten.
Parvovirose wird durch äußerst widerstandsfähige Viren verursacht, die sich lange in der Umwelt halten können.
Häufig zeigt sich eine schwere Magen-Darm-Erkrankung mit Fieber, starkem Erbrechen und massivem, teilweise blutigem Durchfall.
Für junge und ungeimpfte Hunde kann Parvovirose tödlich verlaufen. Bei entsprechenden Symptomen sollte der Hund umgehend tierärztlich vorgestellt und von anderen Hunden ferngehalten werden.
Tollwut ist eine Viruserkrankung des zentralen Nervensystems und verläuft nach Ausbruch der Erkrankung grundsätzlich tödlich.
Die Übertragung erfolgt meistens durch den Biss eines infizierten Tieres. Mögliche Anzeichen sind ungewöhnliche Unruhe, starke Erregung, Aggressivität, Schluckstörungen und später Lähmungserscheinungen.
Bei einem möglichen Kontakt mit einem tollwütigen Tier muss sofort eine Tierarztpraxis und – bei Kontakt mit Menschen – ein Arzt oder eine Ärztin kontaktiert werden.
Impfempfehlungen und gesetzliche Vorgaben können sich ändern. Bitte orientiere dich zusätzlich an aktuellen Empfehlungen und der Beratung durch deine Tierarztpraxis.
Rechtliche Grundlagen
Die Tierschutz-Hundeverordnung enthält wichtige Vorgaben für die Haltung, Betreuung und den Schutz von Hunden.